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 Abenteuer und Erholung in Belize

Kennen Sie Belize? Womöglich nicht, denn der mittelamerikanische Staat liegt versteckt im Schatten von Mexiko und gilt eher als Geheimtipp für Taucher und Abenteurer denn als Reisedestination für breite Touristenströme. Aber genau hier liegt der Reiz von Belize: Fernab des großen Reisetrubels kann man hier noch unbeschwert den Urlaub genießen, ohne von touristischen Lawinen überrollt zu werden.

Belize liegt auf dem Festland Mittelamerikas im Südosten der Halbinsel Yucatan und wird eingerahmt von Mexiko im Norden und von Guatemala im Süden und Westen. Im Osten verbindet Belize ein fast 300 km langer Küstenstreifen mit der Karibik. Diese besondere geografische Lage macht Belize landschaftlich sehr reizvoll.
Zu den wichtigsten geografischen Attraktionen Belizes gehören das Barriere-Riff, die Cayes (Inseln bzw. Mangrovenansammlungen zwischen Festland und Barriere-Riff) und die Atolle vor der Küste sowie die Maya Mountains und der Regenwald im Süden. Das Barriere-Riff zählt zum UNESCO-Welterbe; es ist mit fast 300 km Länge das längste Korallenriffsystem der nördlichen Erdhalbkugel und nach dem Great Barriere Reef vor der Küste Australiens das zweitgrößte Riff der Erde. Von Norden nach Süden nehmen die jährlichen Niederschläge zu, so dass man im Norden und in der Mitte Belizes eine meist ebene Landschaft mit sandigem Boden vorfindet, während der Süden des Landes von den bis zu 1200 m hohen Maya Mountains und dem tropischen Regenwald geprägt ist. Alles in allem ist Belize ein sehr grünes Land von beeindruckender geografischer Vielfalt.
Die größte Stadt in Belize ist Belize-City mit ca. 78.000 Einwohnern, an deren Stadtrand sich auch der internationale Flughafen „Philip Goldson International Airport“ befindet. Die Hauptstadt Belmopan bewohnen nur ca. 11.000 Bürger.

In Belize herrscht ein subtropisches bis tropisches Klima mit Temperaturen zwischen 20 und 40 Grad Celsius. Die hohe Luftfeuchtigkeit ist an der Küste durch einen angenehmen Karibikwind gut zu ertragen, im Landesinneren kann es dagegen mitunter sehr schwül werden. In der Regenzeit zwischen Juni und Oktober fällt der meiste Niederschlag, und speziell in den Monaten September und Oktober können tropische Stürme und Hurrikans für Unruhe sorgen.

Die ehemalige britische Kronkolonie (früher „Britisch-Honduras“) feierte 1981 ihre Unabhängigkeit und ist seitdem als parlamentarische Monarchie Mitglied des Commonwealth of Nations. Staatsoberhaupt ist die englische Königin Elisabeth II., die auch auf den Geldscheinen und Münzen des Belize-Dollar (BZD) präsent ist. Bezahlen kann man in Belize auch mit US-Dollar (1 USD = ca. 2 BZD). Die britischen Einflüsse lassen sich nicht verleugnen. So fällt an vielen Stellen des Landes der akurat getrimmte „englische Rasen“ auf, dessen Pflege sich in diesem Klima jedoch als problematisch erweist. Im Unterschied zu den umliegenden Staaten in Mittelamerika ist Englisch die offizielle Landessprache von Belize - die Verständigung sollte somit kein Problem darstellen. Im Alltag wird in der Bevölkerung jedoch überwiegend Spanisch gesprochen.

Die Anreise nach Belize gestaltet sich von Deutschland aus nicht ganz so einfach: Nonstopflüge gibt es nicht, und die Flugzeiten der Airlines machen eine Anreise ohne Zwischenstopp nicht besonders attraktiv. Es ist daher ratsam, die Anreise nach Belize mit einer oder mehreren Zwischenübernachtungen in den USA zu unterbrechen. Hier bietet sich vor allem Miami an, das mit verschiedenen Fluggesellschaften und einer Flugzeit von ca. 9,5 Stunden von Deutschland aus zu erreichen ist. Der Weiterflug mit American Airlines vom Miami International Airport (MIA) nach Belize City (BZE) dauert nur noch knapp 2 Stunden. Neben Miami kommen auch Atlanta, Houston und Dallas für einen Zwischenstopp in Frage. Am kleinen Flughafen von Belize angekommen, geht es dann per Kleinflugzeug und/oder Transfer zum eigentlichen Urlaubsziel innerhalb des Landes. Übrigens: Bei der Abreise aus Belize ist am Flughafen eine Departure Tax in Höhe von 32,50 USD pro Person (Stand: 2008) zu entrichten.

Belize bietet viele Möglichkeiten, einen unvergesslichen Urlaub zu verbringen: Badeurlaub an der Küste, Tauchvergnügen in den karibischen Korallenbänken, Abenteuertrip durch den Regenwald oder Bildungsreise zu den beeindruckenden Maya-Stätten – hier findet jede Passion ihre Erfüllung. Mit den vielen Freizeitangeboten könnte man Belize durchaus als mittelamerikanisches Neuseeland bezeichnen. Und die touristische Erschließung des Landes geht stetig voran: Mit dem wachsenden Interesse der Reisewilligen an dem mittelamerikanischen Kleinod steigt die Zahl der Übernachtungsmöglichkeiten, auch für gehobene Ansprüche: So sind in den vergangenen Jahren einige komfortable bis luxuriöse Resorts, Lodges und Villas auf den Cayes (z.B. Victoria House auf Ambergris Caye) und im Landesinneren (z.B. The Lodge at Chaa Creek am Macal River) entstanden, in denen es sich vortrefflich aushalten lässt.

Belize hat also eine Menge zu bieten. Nur eines ist Belize definitv nicht: ein Einkaufsparadies. Zwar findet man hier Souvenirs wie Textilien, Taschen usw. zu akzeptablen Preisen, aber die Auswahl ist nicht sonderlich groß. Unser Tipp: Nutzen Sie den zu empfehlenden Zwischenstopp in den USA (z.B. Miami) für eine ausgedehnte Shoppingtour.
  

 

Anflug auf Belize

im Regenwald

Eingang zur Höhle

Typische Wohnhäuser

Macal River



Fotos: Ralf Winkens

































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